
Produktdesign:
Polster, die die Welt bedeuten

Zeitdruck? Das steht drin:
Unser Kunde die Polstermöbelmanufaktur Sebnitz beauftragte uns mit Konzeption & Design eines Sessels, einem 2- und 3-Sitzer, sowie einem geschlossenen Alkoven in einer Standard- und einer beispielhaften Sonderausführung.

Ein Strandkorb in der Bibliothek
In einem Gemeinschaftsprojekt mit Polstermöbelmanufaktur Sebnitz und dem Unternehmensberater Manuel Lenk haben wir eine Objektmöbelserie entwickelt, die eines der zentralen Elemente im neuen Innenraumkonzept der SLUB Dresden ist.
In der Media-Lounge sollte die analoge Sammlung der Bibliothek um elektronische Medien erweitert werden, die auf Tablets abrufbar sind. Hierfür ist ein besonderer räumlicher Bereich vorgesehen, der sich durch die Gestaltung des Mobiliars und der Wände abhebt.
Die komfortablen Sitzmöbel sind, ähnlich wie ein Strandkorb, teilweise geschlossen und bieten noch mehr Ruhe für die Nutzer:innen.
Die SLUB Lounge – Ein Ort der Ruhe, Regeneration und der Auseinandersetzung mit Medien und Medienformen. Eine »Leseecke« die dem Nutzer vor allem die digitalen Medien eine anschauliche, begreifbare und erlebbare Dimension geben soll: Faszinierend, dabei aber immer verständlich. Der Entwicklung der Bibliothek zu einem multimedialen Wissensspeicher für alle Generationen soll damit auch räumlich Rechnung getragen werden.
Eine Bibliothek ist heute mehr als ein Ort für Bücher. Menschen lernen dort, arbeiten, lesen am Tablet und suchen Ruhe. Möbel müssen diese unterschiedlichen Nutzungen aushalten: Sie sollen bequem sein, Rückzug bieten, ohne abzuschotten, und bei täglichem Gebrauch ihre Form behalten. Für ein Innenraumkonzept, das viele Bereiche verbindet, ist eine Möbelserie deshalb ein verlässlicher roter Faden. Wer am Tablet liest, sitzt anders als jemand, der ein Buch hält: häufig länger, mit mehr Bewegung und mit anderen Anforderungen an Stütze und Haltung. Auch das lässt sich in der Form berücksichtigen.

Die Serie "Loge"
Die Skizzen sind das Handwerkszeug, die es bedarf den Ideen aus dem Kopf ein Bild zu geben. Neben MockUpʻs werden bestimmte Elemente beispielhaft aufgebaut, um die Grundlagen für die Konstruktion und die Fertigung zu legen.
Ermuntert durch den positiven Projektverlauf wurde die Serie »Loge« weiterentwickelt, auf weitere Größen und Möbeltypen erweitert und zur finalen Produktionsreife gebracht.
Wenn Zirkus auf hochwertige Sitzmöbel trifft, dann tanzen die Ideen. Assoziationen aus Manege und Aditorium springen um die Wette. Schwere Quasten, dicker Samt, der Vorhang fällt.
Polstermöbel zu entwerfen heißt, mit weichen Materialien präzise zu arbeiten. Proportionen, Polsterstärke und Nähte entscheiden darüber, wie ein Möbel aussieht, wenn es benutzt wird, und nicht nur, wenn es neu ist. Deshalb reichen Zeichnungen allein nicht aus: Erst am Musteraufbau zeigt sich, wie der Stoff fällt, wie tief man sitzt und wie sich Sitzkante und Rückenlehne anfühlen.
Ein Objektmöbel muss mehr aushalten als ein Wohnmöbel: tägliche Nutzung durch viele Menschen, Reinigung, Beanspruchung an Kanten und Nähten. Gleichzeitig soll es nach Jahren noch gut aussehen und sich bei Bedarf nachbestellen lassen. Eine Serie statt einer einzelnen Form macht das möglich: Sie lässt sich für unterschiedliche Räume erweitern und bleibt dabei als Familie erkennbar.
Auch die Zusammenarbeit prägt das Ergebnis. Wenn Gestaltung, Manufaktur und Beratung früh am selben Tisch sitzen, lassen sich Fragen zu Material, Aufwand und Nutzung klären, bevor Zeit und Geld in eine Lösung fließen, die später nicht trägt.















