
Kunde
cancilico
Produkt
MyeloAID – KI basierte Softwarelösung zur schnelleren, morphologischen Differenzierung von Knochenmarkzellen.
Aufgabe
Software-Konzeption
Software-Design

KI in der Medizintechnik
Die Diagnose schwerwiegender Bluterkrankungen wie Leukämie beginnt oft mit dem Blick durchs Mikroskop: Ein sogenanntes Myelogramm gibt Aufschluss über die Zusammensetzung der Zellen im Knochenmark. Welcher Zelltyp ist wie häufig vertreten? Gibt es morphologische – also die Form betreffende – Auffälligkeiten?
Und obwohl dieser Schritt so zentral ist, basiert das zugrunde liegende Verfahren (häufig noch) auf einem analogen und stets manuellen Prozess: Zellen werden händisch gezählt. Anders formuliert: Seit über 70 Jahren wurde diese Methode kaum innoviert. „Bewährtes bleibt“, ließe sich sagen – doch Fakt ist, dass der Status quo zeitaufwendig, angesichts des Fachkräftemangels sehr personalintensiv und trotz hoher Professionalität fehleranfällig ist.
Mit MyeloAID bringt Cancilico eine KI-gestützte Knochenmarkdiagnostik in die Praxis: Die Software automatisiert die morphologische Differenzierung von Knochenmarkzellen – schnell, präzise und skalierbar. Das revolutioniert nicht nur die bildbasierte Diagnostik, sondern macht sie auch ortsunabhängig: MyeloAID ist nicht an bestimmte Hardware (z. B. Mikroskope) gebunden, sondern lässt sich direkt im Webbrowser bedienen. So wird aus einem traditionellen Verfahren ein digital unterstützter Diagnoseschritt.

Cancilico bringt modernste
KI-Technologie in die Hämato-pathologie und hilft Kranken-häusern, Laboren und Unternehmen dabei, Diagnosen nicht nur präziser, sondern auch deutlich schneller zu stellen.



Die Rolle von
UX/UI-Design
Dieser medizinisch-technologische Umbruch sollte durch ein transparentes, vertrauensbildendes Design begleitet und gestützt werden. Die Herausforderung: eine Nutzeroberfläche zu entwickeln, die das Vertrauen medizinischer Fachkräfte gewinnt – und so die Akzeptanz des KI-Tools stärkt.
Das Ergebnis ist ein klares, auf das Wesentliche reduziertes Interface, das durch Übersichtlichkeit, Stringenz und intuitive Bedienbarkeit überzeugt.
MyeloAID führt die Nutzenden sicher durch den digitalisierten Analyseprozess. Zugleich war es essenziell, dass der Mensch als letzte Kontrollinstanz sichtbar bleibt und Verantwortung trägt. Deshalb trennt das Design klar zwischen maschineller Analyse und menschlicher Bewertung. Die KI liefert Vorschläge – validiert und ggf. korrigiert werden sie jedoch von der Fachperson.
Diese nachvollziehbare Zusammenarbeit von Mensch und Maschine schafft das notwendige Vertrauen in das System, fördert die Akzeptanz aktiv und bewahrt die diagnostische Hoheit dort, wo sie hingehört: beim Menschen.







KI in der Medizin wird erst dann genutzt, wenn Fachleute ihr vertrauen. Vertrauen entsteht nicht durch Versprechen, sondern durch Nachvollziehbarkeit: Wer sieht, was die Software vorschlägt, kann es prüfen und bewusst übernehmen oder ändern. Die Oberfläche ist deshalb der Ort, an dem aus einem Algorithmus ein Werkzeug wird.
Für Anwendungen im Labor gelten besondere Maßstäbe an Lesbarkeit. Zellbilder müssen groß und ohne Ablenkung sichtbar sein, Bedienelemente dürfen nicht um Aufmerksamkeit konkurrieren, und der Bearbeitungsstand muss auf einen Blick erkennbar bleiben. Wer an einem Tag viele Fälle bearbeitet, spart durch jede vermiedene Suche Zeit und macht weniger Fehler.
Hinzu kommt der Faktor Zeit: Ein Verfahren, das sich über Jahrzehnte kaum verändert hat, steckt in Gewohnheiten. Eine neue Software wird nur dann angenommen, wenn der erste Kontakt leichtfällt. Deshalb sollte sie sich an dem orientieren, was Fachleute ohnehin tun, und ihnen Schritte abnehmen, statt neue zu verlangen. Je weniger man erklären muss, desto eher wird ein Werkzeug Teil des Alltags.
Gerade bei Medizinsoftware gilt: Gestaltung ist keine Verzierung, sondern Teil der Sicherheit.
















